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Eine Krise ist kein Krankhafter Zustand …
Sie kann jeden Menschen in jeder Lebenslage begegnen!

„Unter Krisen versteht man den Verlust des seelischen Gleichgewichts, den ein Mensch verspürt, wenn er mit Ereignissen oder Lebensumständen konfrontiert wird, die er im Augenblick nicht bewältigen kann, weil sie von der Art und vom Ausmaß her seine durch frühere Erfahrungen erworbenen Fähigkeiten und erprobten Hilfsmittel zur Erreichung wichtiger Lebenssituationen überfordern“ (nach CULLBERG, 1978)

Krisen haben 2 Gesichter:

1) gefährliche Belastung
• Du bist mit einem belastenden Ereignis oder Lebensumstand konfrontiert, der dein bisheriges Lebensziele in Frage stellt.
• Diese Situation ist mit deinen bisherigen Lebensbewältigungsstrategien momentan nicht zu meistern. Du erlebst diesen Umstand als unangenehm und bedrohlich.
• Du erlebst Spannung, Ärger, Verzweiflung, Traurigkeit und Lebensüberdruss.
• Deine gesamte Energie wird in die Bewältigung dieses Problems gesteckt. Dadurch kannst du die Herausforderungen des Alltags nicht mehr bewältigen und dein Selbstwertgefühl ist massiv beeinträchtigt.
• Suizidgedanken oder Gewalt- und Aggressionshandlungen gehen dir immer wieder durch den Kopf.
• Längerfristig kann es zu Alkohol- und Medikamentenmissbrauch, psychosomatischen oder psychischen Störungen kommen.

2) Chance für Positive Veränderung

Krisen können aber auch ein Anstoß sein, dem eigenen Leben eine neue Wendung zu geben und somit zu Weiterentwicklung und Reifung führen!

Verlustkrisen werden durch plötzlich auftretende Ereignisse, deren schmerzliche Natur allgemein anerkannt ist, ausgelöst, z.B. den Tod einer nahe stehenden Person, den Ausbruch einer lebensbedrohlichen Erkrankung, Trennungen und Verluste, plötzlichen Arbeitsplatzverlust und andere Schicksalsschläge.

Lebensveränderungskrisen entstehen aus Situationen des üblichen Lebensablaufes z.B. das Verlassen des Elternhauses, Heirat, Umzug oder beruflicher Aufstieg. Sie werden ausgelöst, wenn sich die Betroffenen davon im Moment massiv überfordert fühlen. Dabei ist der Anlass der Krise für die Umwelt und für die Betroffenen zunächst oft selbst nur schwer nachvollziehbar da es an sich auch als positiv erlebt werden könnte.

Traumata oder auch traumatische Krisen sind schwere psychische und körperliche Belastungen, z.B. nach Gewalttaten, Unfällen oder Katastrophen, die unter normalen Umständen außerhalb der Erfahrung eines Menschen liegen. Sie können besonders tiefgreifende Folgen haben, da sie in beinahe jedem Fall die normalen Anpassungsstrategien des Menschen überfordern. Seelische und körperliche Verletzungen, die absichtlich durch andere – eventuell sogar durch Vertrauenspersonen – zugefügt werden, sind besonders bedrohlich. Im Allgemeinen bedeuten solch traumatische Ereignisse eine Bedrohung für das Leben oder die körperliche Unversehrtheit. Dadurch sind Menschen Erfahrungen von extremer Angst, Kontrollverlust und Hilflosigkeit ausgesetzt, Selbst- und Weltbild sind erschüttert.

Krisenintervention ist keine Psychotherapie! Sie hat mehr mit Unterstützung als mit Behandlung zu tun!
Krisenintervention ist eine Interventionsform, um Menschen bei psychischen Problemen, die in akuten Phasen psychosozialer Krisen auftreten und mit diesen in ursächlicher Verbindung stehen, zu helfen.
Krisenintervention soll Gefahren abwenden und die Betroffenen unterstützen, die Chancen der Krise zur Weiterentwicklung und Reifung zu nutzen. Krisenintervention stellt primär Hilfe zur Selbsthilfe dar.

Das Ziel einer Krisenintervention ist:
• Eine rasch einsetzende emotionale Erste Hilfe zur Beseitigung von Symptomen der Krise, wie z.B. Angst, Schlaflosigkeit und Depression.
• Die Verhinderung von negativen Entwicklungen, wie z.B. Suizidversuchen oder Gewaltanwendung.
• Die Wiederherstellung eines Zustandes, in dem du deinen Alltag wieder bewältigen kannst.
• Das Finden eigenständiger Bewältigungsformen für die derzeitige krisenhafte Lebenssituation.

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